Unterwasser Mp3-Player – Wichtige Informationen

Unterwasser Mp3-Player – Was bedeutet überhaupt “Wasserdicht”?

Die Schutzart von elektronischen Geräten (also auch Wasserfestigkeit/Wasserdichtigkeit) wird in Deutschland normalerweise nach der DIN EN 60529 mit sogenannten „IP-Codes“ angegeben.

Der IP-Code setzt sich aus den Buchstaben „IP“ und 2 Zahlen zusammen, zum Beispiel IP26. Dabei steht die erste Zahl für den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung (beispielsweise Staubschutz oder Schutz gegen das Einführen von Werkzeug), die zweite Zahl gibt den Schutz gegen Wasser an.

Wenn eine Schutznorm gar nicht erfüllt ist (wenn ein Gerät zum Beispiel spritzwasserfest, aber nicht staubdicht ist), wird die jeweilige Zahl durch ein X ersetzt. IPX-4 heisst also, das Gerät ist nicht gegen Fremdkörper/Berührung gesichert, aber Spritzwasserfest.

Bedingt bedeutend ist für Unterwasser Mp3-Player die Kennung IPX-8. Die 8 steht dabei für die höchste Wasserdichtigkeit, nämlich Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen. Genau genommen ist die Schutzklasse 8 so definiert:

„Geschützt gegen die Wirkungen beim dauernden Untertauchen in Wasser:
Wasser darf nicht in einer Menge eintreten, die schädliche Wirkungen verursacht, wenn das Gehäuse dauernd unter Wasser getaucht ist unter Bedingungen, die zwischen Hersteller und Anwender vereinbart werden“.

Man ist also erstens davon abhängig, was der Hersteller angibt. Zweitens steht in der Norm nur „Untertauchen“, aber nicht „Schwimmen“. Die Belastung beim Schwimmen ist allerdings größer, da der MP3-Player ja nicht nur im Wasser liegt, sondern bewegt wird.

Manche Hersteller geben auch gar keinen IP-Code an, sondern schreiben nur, dass der MP3-Player bis zu einer bestimmten Tiefe wasserdicht ist.

Fazit: Beim Kauf eines wasserfesten MP3-Players seid ihr vor allen Dingen auf Erfahrungsberichte und Tests angewiesen.

Auf dieser Seite haben wir viele Erfahrungen ausgewertet, damit ihr sicher sein könnt, ein wirklich haltbares und gutes Gerät zu kaufen.

Warum nicht einfach eine Unterwasser-Hülle?

Es gibt für Mp3-Player auch wasserdichte Hüllen. Diese Alternative ist etwas günstiger. Man muss im Hinterkopf haben, dass zu einem Wasserdichten Mp3-Player auch Wasserdichte Ohrhörer gehören. Mit einer reinen Hülle ist es also nicht getan.

Das Verwenden einer wasserfesten Hülle ist auch recht umständlich, man muss den Mp3-Player hineinstecken, die vorhandene Luft herausdrücken und dann – schnell – den Verschluss zumachen und teilweise noch mehrfach knicken.

Bei undichten Hüllen kommt trotzdem noch Wasser hinein; das bemerkt man daran, dass die Hülle von innen beschlägt. Durch die Tasche lässt sich der Player außerdem relativ schwierig bedienen, da ja nun eine Plastikfolie vor den Tasten ist.

Der Player wird in der Hülle verpackt und angeschlossen, die Durchführung des Kabels ist fest eingebaut (also den Player innerhalb der Schutztasche anschließen; die Ohrhörer von außen).

Man hat auch bei güten wasserfesten Hüllen immer ein gewisses Restrisiko, den Player zu ertränken.

Diese Alternative bietet die Schutzttasche inklusive Ohrhörer und ist in aller Regel dicht.

Möchte man erst einmal nur ausprobieren, ob Musikhören im Schwimmbad überhaupt etwas für einen ist und hat noch einen alten Mp3-Player zur Hand, kann man mit so einer Hülle erstmal nichts falsch machen.

Welche Arten von Unterwasser Mp3-Playern gibt es?

Unterwasser Mp3-Player mit Kabel

Diese Geräte entsprechen dem, was man seit der Geburtsstunde der Mp3-Player kennt. Ein wasserdichter Player, ein Klinken-Anschluss und ein Paar Ohrstöpsel.

Der Mp3-Player wird – je nach Ausführung – mit einem Gummiband am Oberarm oder am Kopf befestigt. Manche macht man auch mit einem Clip an die Schwimmbrille.

Ein Nachteil dieser Version ist natürlich das Kabel. Bei den Mp3-Playern, die man an Kopf oder Schwimmbrille befestigt, stören diese aber kaum.

+ günstig

+ leicht zu bedienen

+ haltbar

- manche Personen stört das Kabel

Ein Beispiel hierfür ist der Exeze Rider MP3 Player 4GB 

Unterwasser Mp3-Player ohne Kabel

Die Versionen ohne Kabel arbeiten nicht etwa mit Ohrhörern und Funkverbindung, sondern sind etwas anders aufgebaut. Im Endeffekt handelt es sich um einen Kopfhörer mit Bügel, den man aufsetzen kann. Die Technik ist intern verbaut. Somit braucht man kein Kabel.

+ man kommt völlig ohne Kabel aus

+ hoher Tragekomfort

+ schnelles Anlegen

- Bedienung direkt am Kopf

Ein Beispiel dafür ist der AEG MMS 4218

Unterwasser Mp3-Player ohne Ohrhörer (!)

Hört sich ziemlich verrückt an, aber auch solche Player gibt es. Hierbei braucht man sich gar nichts mehr ins Ohr zu stöpseln; der Ton wird über Knochenschall übertragen.

Die Technik ist patentiert und wird nur von der Fa. FINIS („Swimp3“) angeboten. Der Swimp3 besteht aus zwei etwa 28g leichten Modulen, die rechts und links an der Schwimmbrille befestigt werden und den Ton dann – ohne Kontakt mit den Ohren/Ohrlöchern – direkt Richtung Innenohr übertragen.

Es gibt mehrere Versionen, die neueste ist der Swimp3.1G.

… und was nehme ich jetzt?

Jede Version hat ihre Vor- und Nachteile. Die Mp3-Player mit Kabel sind die günstigste Alternative; wobei der kabellose AEG MM.. ebenfalls in diesem Preissegment liegt. Der Swimp3 ist der „Ferrari“ unter den wasserdichten Mp3-Playern, bietet für den hohen Preis aber auch eine sehr solide Technik und hat besonders im Leistungsschwimmen viele Anhänger.

Tipps zur Trageweise von Unterwasser Mp3-Playern

Mit der richtigen Trageweise kann man nahezu jeden wasserdichten Mp3-Player so konfigurieren, dass er passt, sitzt und kein Wasser ins Ohr lässt.

Befestigung:  Die modernen Geräte sind sehr flexibel und passen sich an fast jede Kopf- und Ohrform an, bei manchen Personen will es aber einfach nicht passen.

Das ist allerdings kein Grund, völlig auf die Musik beim Schwimmen zu verzichten.

Sowohl bei Versionen mit Kabel und seperaten Ohrhörern als auch mit den kabellosen Alternativen sollte der erste Versuch sein, eine Schwimmbrille zu tragen und die Trageriemen über das Ohr zu führen.

Damit lässt sich der wasserdichte Mp3-Player nahezu immer befestigen.

Klappt auch das nicht oder findet man es unbequem, lässt sich alternativ eine Badekappe tragen. Zieht man diese ein kleines Stück über die Ohrhörer bzw. die Tragebügel, hat man einen festen Halt.

Wasser im Ohr: Immer wieder berichten Schwimmer davon, dass sie auf einem Ohr plötzlich gar nichts oder nur noch sehr dumpf hören. Das kann durch Wasser verursacht werden, welches sich in den Gehörgang verirrt.

Um das zu verhindern, reicht es häufig schon aus, den Player bereits vor dem Duschen aufzusetzen. Zu dem Zeitpunkt sind die Ohren noch trocken und die Kopfhörer halten besser.

Mit der Zeit können bei wasserdichten Mp3-Playern die Ohrstöpsel an Elastizität verlieren. Die meisten Modelle haben mehrere Ersatzstöpsel im Lieferumfang. Allerdings kann man auch dadurch Abhilfe schaffen, dass man ein wenig Vaseline oder andere fetthaltige Creme auf die Ohrstöpsel aufträgt.

Dadurch gleiten sie besser ins Ohr und sind – gerade im Chlorwasser – länger haltbar.

Einen speziellen Hinweis möchte ich noch für den Swimp3 geben. Dieser Player kommt ohne Ohrstöpsel aus, daher kann natürlich – wie beim Schwimmen nunmal üblich – Wasser ins Ohr dingen.

Dadurch kann der Klang beeinträchtigt werden, bis man fast nichts mehr hört. Daher ist es dringend anzuraten, zusätzlich Ohrstöpsel zu tragen.

Diese sind unter Schwimmern relativ verbreitet und verhindern, dass Wasser ins Ohr kommt und man nach dem Schwimmen den halben Tag nichts hört…